Hochzeitskarte mal anders

Es sollte nicht die typische Glückwunschkarte in rosa mit Blumen, Herzchen und Glitzer sein, sondern etwas Ausgefallenes. Gesagt – getan:

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Hochzeitstorte

Hier kommt nun die letzte Hochzeitstorte des Jahres –
möglicherweise die letzte überhaupt.
Gewünscht wurde locker, leicht und fruchtig, nur nicht zu mächtig, nur nicht zu schwer, aber doch so stabil, dass das Brautpaar die Torte mit dem Schwert anschneiden konnte:

Geliefert wurden drei Etagen in den Sorten Limette, Himbeere und Mango.
Besonders elegant wirkten die Cremetorten durch den Dekorbiskuit mit Spitzenmuster.
Die Figur hat die Braut extra anfertigen lassen – ein echter Hingucker!

Einen herzlichen Dank an den weltbesten Fotografen – ohne ihn gäbe es keine Bilder- und meinen besonderern Dank an seine Frau, die für den reibungslosen Transport gesorgt hat.

Inzwischen ist ein bisschen Zeit vergangen, die Küche ist wieder aufgräumt, die Nerven haben sich beruhigt und das Brautpaar war mit meinem Werk zufrieden.
Selbst von der Location, die ich eigentlich nie wieder beliefern wollte, weil es dort bisher immer Ärger gab, war ich angenehm überrascht.

Trotzdem steht mein Entschluss fest: dies war die letzte Hochzeitstorte.
Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und dieser Punkt war leider schon vor dieser Hochzeit erreicht..

Herzensangelegenheit

Als mich (m)eine liebe Kollegin fragte, ob ich ihre Hochzeitstorte backen würde, sagte ich natürlich zu. Gewünscht hat sie sich einen Naked Cake. Abgesehen von wenigen Ausschlusskriterien ließ sie mir freie Hand…
Weil das Brautpaar eher im kleinen Kreis feierte, sollte auch die Torte klein aber fein werden. Es war mir eine Herzensangelegenheit, den beiden eine Torte nach ihrem Geschmack – also von außen und innen – zu backen und so einen kleinen Teil zu einer bestimmt gelungenen Feier beizutragen.

Damit die Torte schön sommerlich wurde, wurden Heidelbeeren und Johannisbeeren – letztere frisch geerntet aus Mamas Garten – in die Böden eingebacken. Gefüllt wurden beide Etagen mit einer Zitronen-Mascarpone-Creme.
Das Drama um die geplante Buttercreme, die mitternächliche Panikattacke und den Einkauf am Samstagmorgen erspare ich euch.

Die Infos zur gewünschten Wimpelkette habe ich übrigens während des Auftrittes am Pfarrfest bekommen. Ich staunte nicht schlecht, als ich zwischen Walzer, Marsch und Polka etwas über Farbpaletten, Spitznamen und Animefiguren las!

sommerlicher Naked Cake zur Hochzeit

Als zweite und wahrscheinlich vorvorletzte Hochzeitstorte in diesem Jahr wurde ein Naked Cake gewünscht.

Für oben hat sich die Braut einen Zitronenkuchen mit Lemon Curd und Frischkäsecreme ausgesucht. In der Mitte gab es lockeren Vanilleboden mit Erdbeeren und Mascarponecreme. Unten sollte es Schokolade mit Johannisbeere sein.

Für Optik und Deko hatte das Brautpaar einen Wunsch: Fondant sollte es nicht sein, weil der ja meist nicht mitgegessen wird, eine dicke Cremeschicht drumherum erschien uns etwas altbacken, daher sollte es ein Naked Cake werden. Damit die Torte aber nicht „unfertig“ erscheint, sollte ich sie gar nicht mit Creme einstreichen, sondern die Schichten klar getrennt lassen und alles mit Puderzucker bestäuben.
Leichter gesagt als getan…

Die besondere Herausforderung am Hochzeitstag waren dann noch Transport und Aufbau der Torte, was ich ausnahmsweise alleine über die Bühne bringen musste, weil sich der Schatz / Fels in der Brandung / Chef der Qualitätskontrolle um den Familienzuwachs kümmern musste. (Dazu ein anderes Mal mehr…)

Nicht verwunderlich also, wenn die Fotos diesmal nicht so schön sind wie sonst. Könnte auch daran liegen, dass ich 20 Minuten für Aufbau und Deko eingeplant hatte, aber nach 10 Minuten schon den Saal verlassen „durfte“…

Ein Traum in rosarot

Manchmal ist der Auftrag für eine Hochzeitstorte schon erteilt, bevor der entscheidende Antrag überhaupt gemacht wurde – frei nach dem Motto:
„Wenn wir mal heiraten, dann darfst du die Torte machen!“

So geschehen bei unseren langjährigen Freunden Maria und Björn, die beim Besprechen dann auch ganz genau wussten, was sie wollten: einen dreistöckige Fondanttorte mit Rüschen im Ombre-Look von weiß nach rosa. Relativ schlicht sollte sie werden und zu den Pfingstrosen passen, die sich später auf der Torte, in der Tischdeko und im Brautstrauß wiederfanden.

Die Füllungen waren zunächst auch klassisch: Vanilleboden mit Himbeere und weißer Schokoganche für die Mitte und Schokoboden mit Johannisbeere und dunkler Ganache für unten. Nur für die oberste Etage haben sie sich etwas Ausgefallenes ausgesucht: Karotten-Haselnuss-Böden gefüllt mit französischer Nugat-Buttercreme und Zitronen-Gelee. Zu Ostern hatte ich diese Torte schon einmal zur Probe gebacken, weil ich die Kombination unbedingt vorher probieren wollte.

Nie mehr Blütenmeer

Janina und Emmanuel haben sich im Februar bei mir gemeldet um nach einer Hochzeitstorte zu fragen. Als die zukünftige Braut mir ein Bild schickte, war ich entzückt! Es war eine Torte, die mit einem Meer aus Blüten überzogen war.

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Im Juni haben wir uns getroffen um die Details zu besprechen und im September habe ich die Blüten modelliert, die Böden gebacken und die dreierlei Torten gefüllt. Alles lief perfekt nach Plan. Bis wir die Blüten auf den drei Fondanttorten anbringen wollten…

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Kurz vorher hatte ich jede einzelne der 600 Blüten noch mit kleinen Zuckerperlen verziert. Beim Anbringen haben sind diese dann zunehmend mit einem zarten Klirren auf den Holztisch und den Wohnzimmerboden verabschiedet. Von diesem Geräusch träume ich immer noch! Auch die Kombination aus Fondantblüten, Lebensmittelkleber und Kühlschrank hielt einige Überraschungen für uns bereit. Zuletzt hat dann doch alles geklappt, das Brautpaar war zufrieden und die Gäste begeistert.

Eigentlich war ich mir sicher, dass ich so ein Projekt kein zweites Mal in Angriff nehmen wollte, aber jetzt, wo ich die Bilder sehe, muss ich zugeben: ziemlich hübsch…

How to make a Candy Bar

Memo an mich selbst: das habe ich für die Candy Bar gebraucht…

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Vielleicht war es ja nicht die Letzte. Bevor ich jedes Mal von vorne beginne, sind hier die Dinge, die ich mir merken sollte…

Gebackenes:

  • hier die Füllung für die Macarons mit Himbeer- und Brombeer-Joghurt-Ganache
  • hier das Rezept für das „leckerste Karamell (Fudge) der Welt“
  • hier die Feigen-Walnuss-Cupcakes mit Honig-Mascarpone-Frosting
  • und hier nochmal das Rezept für das Hausgemachte Snickers
  • für die Bai(s)erküsschen pro Farbe die einfache Menge und auf zweimal backen, für Macarons ebenso
  • Cake Pops – läuft!

Süßkram:

  • zum Füllen der 12 Smoothiebecher reichen 2 Packungen Flips/Brezeln bzw. 4 Packungen Popcorn
  • Marshmallows und Colakracher passen einfach immer

Gebasteltes:

  • Schwarz, Weiß und Craft passen immer.
  • Hochzeitslogo oder Monogramm können überall hin.
  • Warum selbst Verpackungen falten, wenn es die schon fertig zu kaufen gibt?!

Naked Cake zur Hochzeit

Zusammen mit der kurzfristigen Anfrage für die Candy Bar kam auch der Wunsch nach einer Hochzeitstorte auf. Wäre es nicht um einen Naked Cake gegangen, dann hätte ich wirklich absagen müssen, aber so konnte ich nicht Nein sagen…

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Die Geschmacksrichtung der Torte wurden passend zu Deko und Jahreszeit gewählt:

  • Sachertorte mit Schokoganache, Aprikosen- und Brombeerfruchteinlage
  • Vanilleboden mit Brombeerbuttercreme und -fruchteinlage
  • zweierlei Kürbis-Guinness-Böden mit Mascarponecreme und Ahornsirup

Zusammengesetzt haben wir das Schmuckstück in der Küche vor Ort, während uns der Küchenchef ganz genau auf die Finger geschaut hat. Für die Deko wurden die Leckereien benutzt, die sich auch in der Candy Bar befanden. Zu den Blüten gibt es noch eine Geschichte – die erzähle ich ein anderes Mal…

Candy Bar zur Hochzeit

Im September bekam ich kurzfristig eine Anfrage für eine Candy Bar zur Hochzeit. Die Zeit war knapp und der Termin für mich ungünstig. Jetzt kann ich es ja zugeben: als ich gehört habe, wo die Feier stattfinden sollte, konnte ich einfach nicht Nein sagen. Schließlich haben wir genau dort vor gut drei Jahren unsere eigene Hochzeit gefeiert!

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Hier erst einmal die Bilder zum Durchklicken:

Logistisch war es gar nicht so einfach, alles rechtzeitig an Ort und Stelle zu bringen. Für den Transport des Regals war – mal wieder – das AST (Anruf-Sammel-Taxi) zuständig (Danke Katrin und Stephan!). Nach kurzem Umräumen in der Scheune wurden dann Gläser und Deko gestellt, die Kühlware verräumt und die (fast fertige) Candy Bar abgelichtet. Das nächste Mal muss der Fotograf unbedingt wieder mit…

Für Insider: Wer Rechtschreibfehler auf den Candy-Bar-Schildchen findet, darf sie behalten. Als frisch gebackene Tante kann das schon mal passieren…

Hochzeitskarten auf Bestellung

Hin und wieder bekomme ich Anfragen, ob ich auf Bestellung etwas bastle oder backe – und diesmal war es nicht mal die Lieblingsschwiegermutti oder Schwägerin in Spe! Meine Antwort: Wenn es die Zeit zulässt, dann mache ich das gerne.

Neulich sind so die beiden Hochzeitskarten entstanden. Die Gelegenheit konnte ich dann gleich nutzen um die dritte im Bunde für mich zu werkeln und weiterzuschenken.